Dampfen Magazin

Vape it: Hopfenzapfen im Vaporizer

Nicht nur für Bierbrauer ist der Hopfen unentbehrlich, sondern er lässt sich auch wunderbar pharmazeutisch einsetzen. In den meisten Fällen wird hier auf Hopfentee oder Extrakte als Fertigarzneimittel zurück gegriffen, aber auch die Inhalation von Hopfenzapfen ist möglich und selbstverständlich vollkommen legal. Wir haben den Vaporizer angeschmissen und ausprobiert, inwieweit sich die Blüten für ein angenehmes Dampferlebnis eignen.

vapeithopfen

Hopfen und Malz – Gott erhalt’s“ – ein unter Biertrinkern und Verfechtern des Deutschen Reinheitsgebots beliebter Spruch, zeigt er doch auf, dass diese Zutaten für die Herstellung des Gerstensafts unerlässlich sind. Vor allem gilt dies für den Hopfen, dessen Ernte zu 95% für die Bierproduktion verwendet wird. Der Hopfen gehört zu den Hanfgewächsen und ist somit einer der nächsten botanischen Verwandten unserer Hanfpflanze. Nicht nur für Bierbrauer ist er unentbehrlich, sondern lässt sich auch wunderbar pharmazeutisch einsetzen. In den meisten Fällen wird hier auf Hopfentee oder Extrakte als Fertigarzneimittel zurück gegriffen, aber auch die Inhalation von Hopfenzapfen ist möglich und selbstverständlich vollkommen legal. Wir haben den Vaporizer angeschmissen und ausprobiert, inwieweit sich die Blüten für ein angenehmes Dampferlebnis eignen.

Intensiver Geruch ist gewöhnungsbedürftig

Dass zwischen Hopfen und Hanf eine Verwandtschaft besteht, lässt sich beim Öffnen des Hopfen-Behältnisses schon erahnen. Die Blüten sind durchaus in der Lage, mit der Penetranz des Hanfblütendufts mitzuhalten, haben aber ein anderes, ganz eigenes Aroma. Dominant ist ein stark krautiger Geruch, der an Tee erinnern lässt. Hinzu kommt, in Anbetracht der hauptsächlichen Verwendung von Hopfen wenig überraschend, eine Nuance von Bier und ein leicht käsiger Touch. Das geruchliche Gesamtergebnis ist aufgrund seiner Intensität für uns etwas gewöhnungsbedürftig und ungewohnt, aber keineswegs abstoßend.

hopfenkammer
Die ganzen Hopfenzapfen links, rechts zerkleinert in der Füllkammer.

Angenehmes und abwechslungsreiches Geschmackserlebnis

Die Konsistenz der getrockneten Blüten ist sehr fluffig und zart, drückt man sie leicht ein, fallen sie bereits auseinander. Ohne große Mühe demnach lassen sie sich zerkleinern, wobei der intensive Geruch den Raum noch weiter ausfüllt. Also, los geht’s – die Kammer des Vaporizers mit den zerkleinerten Hopfenzapfen befüllt und die passende Temperatur eingestellt – diese liegt bei Hopfen bei ungefähr 130°C, andere Quellen sprechen von 154°C – wir haben uns quasi für die goldene Mitte entschieden und unser Gerät auf 140°C vorheizen lassen. Da wir einen Volcano Digit nutzen, müssen wir die Kammer auf das Gerät setzen und das Heißluftgebläse füllt den oben angebrachten Ballon mit Dampf, in dem sich die Wirkstoffe der Zapfen gelöst haben. Jetzt muss der Ballon nur noch abgenommen werden und es ist Zeit für einen ersten Zug.
Und ja, der Odeur des Hopfens bestätigt sich auch im Geschmack. Allerdings weicht die gewöhnungsbedürftige Penetranz nun mehr einem intensiven Aroma, in dem alle verschiedenen Nuancen zur Geltung kommen und das für ein absolut angenehmes und abwechslungsreiches Geschmackserlebnis sorgt. Der Dampf selbst blieb bei einer Temperatur von 140°C noch weitestgehend unsichtbar, weshalb wir dann doch noch einmal auf die anderweitig empfohlenen 154°C erhöhten. Leider wurde die Sichtbarkeit des Dampfes dabei immer noch nicht erhöht, aber das ist ja allerhöchstens ein ästethisches Problem und bleibt somit vernachlässigbar. Das Aroma wurde durch die erhöhte Temperatur im zweiten Ballon noch intensiver und überraschte uns erneut positiv, da der anfänglich irritierende Geruch nicht einen solchen Dampfgenuss hätte vermuten lassen.

Beruhigende Wirkung spürbar

Der Hopfen ist für seine beruhigende Wirkung bekannt, die unter anderem auch den Bierrausch von anderen Alkoholräuschen unterscheidet. Der Mechanismus hinter diesen Effekten ist nicht gänzlich geklärt, ist aber wahrscheinlich auf die im Hopfen enthaltenen Bitterstoffe zurückzuführen, aus denen die Stoffe Humulon und Lupolon entstehen. Diese können im Körper wiederum zu 2-Methybut-3-en-2-ol umgewandelt werden, was voraussichtlich die entsprechenden Effekte zur Folge hat.
Auch uns ist nach dem Verdampfen der Hopfenblüten eine angenehme, beruhigende Wirkung aufgefallen, die aber auf keinen Fall plättend oder rauschartig war.

Die von uns verwendeten getrockneten Hopfenzapfen wurden über Amazon bezogen und stammen von der Firma Naturideen. Wer sich dafür interessiert, kann das entsprechende Angebot →hier anklicken.

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