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Blog: Wie ich zum überzeugten Dampfer wurde

Ein unterschwelliger Hustenreiz, verklebte Nasennebenhöhlen und vermindertes Lungenvolumen - Phänomene, die bei Rauchern schon so alltäglich geworden sind, dass sie oft gar nicht mehr als Einschränkungen wahrgenommen werden, sondern Normalität sind. Dass solche offensichtlich ungesunden Symptome gerne ignoriert werden, liegt in der Natur des Rauchens. Wer möchte sich schon damit konfrontieren, dass man mit seinem Verhalten dem eigenen Körper schadet? Richtig, niemand. Aber irgendwann sollte man sich überwinden und sich mit seinen Gewohnheiten auseinandersetzen. Denn in den meisten Fällen gibt es Alternativen, deren Vorteile sich erst dann zeigen, wenn man sie ernsthaft ausprobiert.

Die erste Kräuterzigarette

Es ist schon einige Jahre her, dass ich das erste Mal eine Kräuterzigarette ausprobierte. Einige Freunde und Bekannte rauchten solche bereits regelmäßig, wenn wir abends unterwegs waren. Zuerst stand ich dem noch recht ablehnend gegenüber, aber interessant fand ich es schon immer. Während die klassischen Alkoholkonsumenten ab einem bestimmten Zeitpunkt regelmäßig entweder sich oder andere in die Bredouille brachten, hatten sich die Kräuterraucher immer unter Kontrolle, wirkten amüsiert und lachten viel. Wenn sie es übertrieben hatten, kotzte keiner in die Ecke oder lallte unverständliches Kauderwelsch – sie schliefen stattdessen einfach ein.

An einem lauen Sommerabend zeltete ich mit Freunden im Freien und wir hatten eine schöne Zeit. Man saß am Lagerfeuer, erzählte sich Geschichten und sang angeheitert fröhliche Lieder. So ganz klischeehaft eben. An diesem Tag warf ich meine bisherigen Hemmungen über Bord und fragte meine Kumpels, ob ich denn auch einmal einen Zug von der Kräuterzigarette haben dürfte. Ich durfte selbstverständlich und konnte sogleich nachvollziehen, warum einige meiner Freunde die Kräuter dem Alkoholkonsum vorzogen. Es fühlte sich gut an, die Gespräche waren plötzlich noch lustiger und wir philosophierten die ganze Nacht über Gott und die Welt. Die bahnbrechenden Erkenntnisse, die wir währenddessen machten, waren am nächsten Morgen natürlich direkt wieder vergessen.

Von den Kräutern zum Nikotin

Seit diesem Abend am Lagerfeuer griff ich immer wieder gerne zur Kräuterzigarette, viele meiner Freunde taten es mir gleich und wir erlebten unzählige lustige Abende, von denen ich einige sicher niemals vergessen werde. Mir war währenddessen zu keiner Zeit bewusst, dass ich dabei war, mir selbst ein gravierendes Problem einzubrocken. Es war normal, dass in den Kräuterzigaretten auch Tabak enthalten war und so nahm ich regelmäßig ein extrem süchtig machendes Nervengift zu mir, Nikotin. Irgendwann kaufte ich mir ein Päckchen Tabak und begann damit, mir Zigaretten zu drehen und diese über den Tag verteilt zu rauchen. Nicht viele, vielleicht 3 bis 5 am Tag, aber dennoch genug, dass das Rauchen Teil meines Alltags wurde. Die eingangs erwähnten Probleme wie subtiler Hustenreiz oder dauerhaft geschwollene Nasennebenhöhlen traten natürlich auch bei mir auf und auch ich war ein Meister darin, die Signale meines Körpers zu ignorieren. So richtig bewusst wurden mir diese Symptome nur, wenn ich mich körperlich betätigte, Treppen steigen oder mal zur Bushaltestelle rennen musste. Da ich nicht gerade sportaffin bin, kamen diese Momente relativ selten vor und so rauchte ich zusätzlich zu den gelegentlichen Kräuterzigaretten auch meine selbstgedrehten Kippen, ohne mir etwas dabei zu denken.

Aromatischer Dampf statt schädlichem Rauch

Zum längst überfälligen Umdenken kam es bei mir erst drei Jahre später, nachdem ich meine jetzige Freundin kennen lernte. Sie war damals definitiv keine Moralpredigerin, aber eben überzeugte Nichtraucherin. Wenn ich Zeit mit ihr verbrachte, fühlte ich mich schäbig, immer wieder den Drang zu spüren, eine rauchen zu müssen. Ich spielte also erstmals ernsthaft mit dem Gedanken, das Rauchen aufzugeben. Diese Idee setzte sich dermaßen in mir fest, dass ich auf die Zähne biss und es durchzog. Zwei anstrengende Wochen mit nur wenig Schlaf waren der Preis, aber es hat sich gelohnt: ich wurde endlich wieder zum Nichtraucher.
Nun hatte ich nur ein Problem: vom Rauchen hatte ich jetzt dank Tabak und Nikotin genug – aber die Inhalation von Kräutern wollte ich nicht aufgeben. Während meiner Zeit als Kräuterkonsument hatte ich zwar bereits die ein oder andere Begegnung mit einem Vaporizer, wirklich angetan war ich aber nie gewesen. Heute weiß ich, dass es am fehlenden Nikotinkick gelegen hat. Mit der festen Überzeugung, das Rauchen hinter mir gelassen zu haben, gab ich dem Verdampfen eine neue Chance. Ich legte mir einen tragbaren Vaporizer zu, den Flowermate v5.0 pro mini. Mit diesem im Gepäck konnte ich auch weiterhin unterwegs in den Genuss verschiedenste Kräuter kommen und merkte, dass deren Aromen und Geschmäcker wesentlich intensiver und angenehmer sind, wenn sie als Dampf inhaliert werden und keinerlei Verbrennung stattfindet. Die anschließenden Effekte waren auch viel klarer zu vernehmen und dank fehlendem Tabak auch vollkommen unverfälscht.
Kurz darauf machte ich mit meiner Freundin einen Kurztrip nach Amsterdam, natürlich mit dem Hintergedanken, von den dortigen Dampfgepflogenheiten zu profitieren. Und ja, meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. In verschiedenen Cafés hatte man die Gelegenheit, seine Kräuter mittels eines Volcano-Vaporizers zu verdampfen und das Konzept hatte mich sofort vollends überzeugt. Bei diesem Gerät wird durch von unten heran strömende Heißluft der Wirkstoff aus dem Kraut gelöst und in einen auf der Füllkammer angebrachten Ballon gefüllt. Dieser Ballon kann dann, ähnlich wie die klassische Kräuterzigarette, herum gegeben werden. Eine irrsinnig einfache wie effektive Variante, sein Lieblingskraut zu inhalieren. Der sichtbare Dampf befriedigt auch die letzten übrig gebliebenen Raucherbegierden – man sieht und fühlt, dass man etwas inhaliert. Und das ganze findet auch noch statt, ohne dass man irgendwelche gesundheitsschädlichen Nebenprodukte aufnimmt – der Dampf besteht fast ausschließlich aus Wirkstoffen und ätherischen Ölen, welche die einzigartigen Aromazusammensetzungen erlebbar machen.

Ein Umstieg lohnt sich

Ich musste nicht lange überlegen und kratzte mein Erspartes zusammen, um ein solches Gerät auch zu Hause verwenden zu können. Heute kann ich sagen: das war eine der besten Entscheidungen, die ich in den letzten Jahren getroffen habe. Dem Rauchen habe ich abgeschworen, bin aber zum überzeugten Dampfer geworden und habe richtig Spaß daran, verschiedenste Kräuter durch den Vaporizer zu jagen und deren verschiedene Aromen auszuprobieren, wie zuletzt z.B. die Hopfenblüten.

Mit vollster Überzeugung kann ich jedem Freund der Kräuterzigarette sagen: ein Umstieg lohnt sich auf so vielen Ebenen. Ihr tut etwas gutes für eure Gesundheit und könnt zudem noch ein viel intensiveres Geschmackerlebnis genießen. Ich bin mir absolut sicher, dass es die Konsumform der Zukunft ist und würde gerne dazu beitragen, für das Verdampfen zu werben. Es wird sicher noch sehr lange dauern, bis der Vaporizer an den Kultstatus und die Popularität der Kräuterzigarette heran kommt, aber verdient hätte er es allemal.

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