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Münster: Widerspruch gegen BfArM ist wohl aussichtslos

Das von der Stadt Münster geplante Forschungsprojekt zum Genusskonsum von Cannabisprodukten muss wohl endgültig ad acta gelegt werden. Ein Einspruch gegen die Ablehnung des Bundesinstituts BfArM sei aussichtslos.

Wenn es nach dem Antrag der Stadt Münster gegangen wäre, hätten 100 Probanden kostenlos Cannabis zur Verfügung gestellt bekommen, um die Effekte von regelmäßigem Genusskonsum der Substanz unter wissenschaftlicher Beobachtung zu untersuchen. Die innovative Idee wurde vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) abgelehnt. Das Projekt sei weder medizinisch noch ethisch vertretbar, so die plumpe Begründung der Behörde (wir berichteten).

Während direkt nach der Ablehnung noch ein Einspruch gegen die Entscheidung des BfArM geplant wurde, kann das Forschungsprojekt nun leider doch bereits ad acta gelegt werden. Ein Widerspruch habe keine realistische Aussicht auf Erfolg, teilte die Münsteraner Stadträtin Cornelia Wilke den Mitgliedern der Planungsgruppe mit.

Abschließend kann man nur wieder feststellen, dass erneut behördliche Prohibitionsideologie ein interessantes Forschungsprojekt verhindert hat. Es bleibt nur zu hoffen, dass eine realistischere, wenigre dämonisierende Einstellung zu Cannabis sich endlich nicht nur in großen Teilen der Bevölkerung, sondern auch bei Behörden und Bundesinstituten durchsetzt.

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Westfälische Nachrichten: „Cannabis-Projekt vor dem Aus“

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